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45 Pflegebedürftige der Stufen I bis III sowie Versicherte, die wegen erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz die Voraussetzungen des § 45a SGB XI erfüllen (Pflegestufe 0), haben Ansprüche auf häusliche Betreuung. Leistungen der häuslichen Betreuung werden neben Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung aus pflegerischen Betreuungsmaßnahmen erbracht. Bewilligung/Ablehnung In der Regel folgt die Pflegekasse der Einschätzung des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) und schickt Ihnen innerhalb von 5 Wochen nach Eingang des Antrags die Bewilligung oder Ablehnung zu. Wenn Ihr Antrag auf Pflegeleistungen abgelehnt wurde oder Sie mit der bewilligten Stufe nicht einverstanden sind, legen Sie schriftlich Widerspruch mit einer Begründung ein. Der Widerspruch ist für Sie kostenfrei. Bei einer erneuten Ablehnung können Sie Klage beim Sozialgericht einreichen. Diese Klage ist gerichtskostenfrei. Welche Leistungen gibt es? Pflegegeld (§§ 37, 123 SGB XI) Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz/ mit eingeschränkter Alltagskompetenz ■■ Stufe 0 Kein Anspruch/ 120 Euro ■■ Stufe 1 235 Euro /305 Euro ■■ Stufe 2 440 Eur/ 525 Euro ■■ Stufe 3 700 Euro /700 Euro Falls die Pflege von einer nicht erwerbsmäßig tätigen Person (Pflegeperson) ausgeführt wird, ist diese automatisch unfallversichert. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Pflegeperson auf Antrag durch die Pflegekasse auch rentenversichert werden. Nähere Informationen gibt ihnen ihre Pflegekasse. Pflegesachleistung (§§ 36, 123 SGB XI) – Einsatz eines ambulanten Pflegedienstes ■■ Pflegestufe ohne eingeschränkte Alltagskompetenz ■■Mit eingeschränkter Alltagskompetenz ■■ Stufe 0 bis zu 225 Euro ■■ Stufe 1 450 Euro bis zu 665 Euro ■■ Stufe 2 1.100 Euro bis zu 1.250 Euro ■■ Stufe 3 1.550 Euro bis zu 1.550 Euro Bei der Pflegeberatung und Altenhilfe der Stadt Krefeld erhalten Sie Adressenlisten über ambulante Dienste in Krefeld (s. Seite 40). Kombinationsleistung Auch eine Kombination beider o.a. Leistungen ist möglich. Ambulante Pflegedienste Die Sozialstationen der Wohlfahrtsverbände und private Pflegedienste bieten Hilfe und Pflege in Ihrer häuslichen Umgebung an. Das geschulte Personal hilft z.B. bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme und der medizinischen Versorgung. Um eine Abrechnung der Kosten mit den Kassen zu gewährleisten, muss der ambulante Pflegedienst von den Kranken- bzw. Pflegekassen anerkannt sein. Bei der Vielzahl von Anbietern im Bereich der ambulanten Pflege ist eine Beratung durch die Kranken- und Pflegekassen sehr hilfreich. Weitere Beratung erhalten Sie außerdem beim Pflegeinformationsdienst der Stadt Krefeld sowie bei den Wohlfahrtsverbänden und den ambulanten Pflegediensten.


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